360 Grad MENSCH! Motivationskolumne
Kinderleicht durchs Leben
Ich habe noch kein Enkelkind, doch das Oma‑Gen in mir ist so lebendig, dass es immer wieder voller Vorfreude glitzert. Meine beiden Töchter sind noch jung, und es liegt mir fern, ihnen in irgendeiner Form Druck zu machen. Aber meine Freude an kleinen Menschen, an ihrer Welt, ihrem Staunen – die ist groß. So groß, dass ich irgendwann begriffen habe: Wenn ich dieses Gefühl leben möchte, dann darf ich selbst ins Handeln kommen. Ich bin meine Entscheidung.
Also habe ich begonnen, mir „Leihenkel“ zu suchen, junge Mütter zu unterstützen, die wieder arbeiten wollen oder müssen. Ich habe flexible Zeit am Nachmittag, eine Menge lustiger Ideen im Kopf, sprudelnde Kreativität – und vor allem Lust, all das zu teilen. Kinder nehmen das dankbar an.
Ruhe im Kopf
Tatsächlich sehe ich mich ein bisschen wie Mary Poppins. Fröhlich, motiviert, mit einer Tasche voller Ideen, Bastelmaterialien und einer Menge Fantasie. Ein bisschen Magie ist auch dabei. Ich liebe es, Kinder zu begeistern – und gleichzeitig liebe ich es, mich von ihnen begeistern zu lassen.
Denn Kinder sind Meister darin, mich in den Moment zu holen. Sorgen, Gedanken, Herausforderungen, die mich eben noch beschäftigt haben, lösen sich in ihrer Nähe auf. Ich denke nicht mehr daran. Steige aus, aus dem Gedanken Karussell und das macht leicht.
Und die Kinder? Sie zeigen mir den Mond am helllichten Tag, die Knospe kurz vorm Platzen, die Schnecke am Boden, die mich lehrt, mein eigenes Tempo zu drosseln. Sie leben im Jetzt. Kein Vorhin, kein Morgen – nur dieser Augenblick.
Und jedes Mal wird mir bewusst, wie sehr wir Erwachsenen uns genau danach sehnen: nach Präsenz, nach Leichtigkeit, nach Ruhe im Kopf.
Spielplätze als Kraftorte
Ich liebe Spielplätze. Nicht, weil ich dort „aufpasse“, sondern da ich dort lerne. Kinder lachen, rennen, fallen, stehen wieder auf. Sie probieren aus, ohne zu fragen, ob es sinnvoll ist. Lösen Konflikte. Sie sind kreativ, wild, frei.
Und ich? Ich darf mittendrin sein. Beobachten, staunen, mitmachen. Meinen Kopf aus- und mein Herz anschalten.
Spielplätze sind für mich Orte der Selbstwirksamkeit, der Freude, der Lebendigkeit. Orte, an denen ich mich frage: Wo spiele ich eigentlich in meinem eigenen Leben? Wo fühle ich mich lebendig?
Kinder als Spiegel
Kinder sind ehrlich. Unverblümt. Direkt. Sie zeigen mir, wie es um meinen eigenen inneren Zustand steht. Wenn ich unruhig bin, werden sie unruhig. Wenn ich gelassen bin, entspannen sie sich. Wenn ich klar bin, spüren sie meine Klarheit. Wenn ich lache, lachen sie mit. Sie nehmen meine Frequenz auf, die ich aus dem Inneren aussende.
Und manchmal senden sie Dinge aus, die mich mitten ins Herz treffen – kleine Sätze voller Weisheit, die ich nie vergessen werde. Wie letzte Woche, als mir ein sechsjähriges Mädchen mit ihrem losem Wackelzahn plötzlich sagt: „Weißt du, Kathrin, wenn du keine Angst hast, tut es auch nicht weh.“
Dieser Satz ist großes Kino. Und er gilt für alles im echten Leben. Das sind wertvolle Impulse von den kleinen Menschen unserer Gesellschaft – Menschen mit einer wichtigen Stimme und damit so viel zu sagen haben.
Das Schönste aber ist der Moment, wenn ein Kind auf mich zuläuft, mich umarmt, mich anschaut, als wäre ich ein Geschenk. Diese unvoreingenommene Freude, diese Echtheit – das ist für mich Glück.
Lebe, worauf Du Lust hast
Ich habe verstanden: Ich muss nicht warten, bis ich offiziell Oma werde. Ich darf jetzt schon leben, was noch alles in mir steckt. In den verschiedensten Bereichen. Ich erlaube mir das, da ich Grund genug bin. Ich darf unterstützen, begleiten – ob groß oder klein. Ich darf spielen, basteln, lachen, entdecken. Ich darf geben – und gleichzeitig so viel empfangen.
Kinder sind für mich Lehrmeister. Sie erinnern mich immer wieder daran, wie Leben wirklich geht. Sie inspirieren mich, nähren mein Herz und bringen mich zurück zu dem, was zählt. Doch so wie Kinder meine Kraftressource sind, hat jeder Mensch seine ganz eigene Quelle, aus der er schöpfen kann.
Der eine findet neben seinem Job seine Energie im Handwerk – im Sägen, Hämmern, Gestalten. Ein anderer blüht auf, wenn er Kunst macht – malt, formt, zeichnet, experimentiert. Wieder jemand anderes spürt seine Kraft in der Natur, im Sport, im Schreiben, im Musizieren oder im ehrenamtlichen Helfen.
Es geht nicht darum, was „richtig“ ist. Es geht darum, was Dich erfüllt. Was Dich nährt. Was Dich lebendig macht. Was Ausgleich schafft.
Kinder zeigen mir jeden Tag, wie leicht es sein kann, wenn man dem folgt, was Freude macht. Und genau das wünsche ich jedem Menschen: den Mut, weitere eigene Kraftquellen zu entdecken – und sie zu leben.
Mach aus Irgendwann ein Jetzt. Warte nicht. Komm ins Handeln.
Wenn es aus dem Herzen kommt, wird es zur Ressource, die Dich erfüllt, nährt und voranbringt. Und das Beste: Es holt Dich aus jedem Gedankenkarussell heraus.
Es ist kinderleicht.
Wenn Du Unterstützung brauchst, um ins Handeln zu kommen, melde Dich bei mir.
Ich widme diese Kolumne den Kindern und sage Danke an Euch! Ihr seid wunderbar.
Von Herzen
Deine Kathrin
Über mich als Bloggerin
Meinen „Motivationsblog von und mit Kathrin“ habe ich seit 2012. Das war mein Startschuss für das Schreiben im Netz. Es gibt mir die Möglichkeit all die Themen, die viele Menschen beschäftigen, genauer zu beleuchten und dahingehend zu motivieren selbstbestimmend zu leben, in kleinen Schritten loszulaufen und einfach aus ganzem Herzen zu leben.